Das geothermische Potenzial tiefreichender Stoerungszonen in Deutschland
- Conference
- Der Geothermiekongress
- Year
- 2014
- Language
- Deutsch
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Abstract
Die Gesteine des tieferen Untergrundes werden durch tektonische Kraefte deformiert. In der oberen Erdkruste reagieren Gesteine auf die einwirkenden Kraefte meist bruchhaft. Es entstehen Stoerungen, entlang derer es zu Verschiebungen bei gleich¬zeitiger Spannungsentlastung kommt. Vereinzelt stellen Stoerungszonen bevorzugte Fliesswege fuer Fluide dar. Tiefe Stoerungszonen koennen daher als Reservoir oder zur besseren Erschliessung tiefer Grundwasserleiter genutzt werden. Entlang von Stoerungszonen aufsteigende Fluide sind heisser als das Nebengestein und transportieren Waerme aus groesseren Tiefen in hoeher gelegene Bereiche. Vor allem im Oberrheingraben finden sich hierzu mehrere Beispiele. Im Projekt „Die Rolle von tiefreichenden Stoerungszonen bei der geothermischen Energienutzung“ (kurz: StoerTief) werden am Leibniz-Institut fuer Angewandte Geophysik Daten und Literaturquellen ueber tiefreichende Stoerungszonen zusammengetragen und untersucht. Ziel ist es, sowohl die thermisch-hydraulischen Eigenschaften zu charakterisieren als auch das geothermische Potenzial neu zu berechnen und zu bewerten. Die Ergebnisse sollen ueber das Geothermische Informationssystem (GeotIS) allgemein zugaenglich gemacht werden. Darueber hinaus werden in GeotIS neue Datenformate eingefuehrt, um auch die Darstellung von Stoerungsflaechen in GeotIS zu verbessern.
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