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Identifikation von Zuflusszonen im Malm nach petrograpisch-faziellen und geophysikalischen Daten

M. Wolfgramm et al.

Key words
Malm, Molassebecken, Fazies, Diagenese, Seismik, Produktivitaet
Conference
Der Geothermiekongress
Year
2011
Language
Deutsch

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Abstract

Es konnten mittels sedimentologisch-fazieller Untersuchungen an Spuelproben aus dem Purbeck/Malm von vier Bohrungen suedlich von Muenchen Faziestypen unterschieden und charakterisiert werden. Das Purbeck ist durch die hydraulisch inaktive, hangende Mikrit- und Favreina-Zone charakterisiert. Im Liegenden folgen die Ooid- und Campbelliella-Zone, fuer welche bereits Einfluesse nachgewiesen wurden. Die Hauptzufluesse sind fuer die im Liegenden folgende Riftzone sowie die Zone schwach mergeligen Karbonate nachgewiesen. Besonders im Bereich von Stoerungen innerhalb dieser Zonen koennen sehr hohe Produktivitaeten der Bohrungen erreicht werden. Loesungserweiterte Kluefte und massige, idiomorphe Dolomite repraesentieren dabei die Hauptzuflussbereiche. Im Bereich der schwach mergeligen Kalke b finden sich teilweise Bitumenimpraegnationen. Dies dautet auf gute hydraulische Eigenschaften zu Zeiten der KW-Migration hin. Im Liegenden folgen die bereits haeufig eng geschichteten schwach mergeligen Kalke dc, die nur noch selten Zufluesse erwarten lassen, sowie die dunklen Kalke, die hydraulisch als dicht angesehen werden koennen. Im Liegenden sind die hydraulisch inaktiven Kalke einer Beckenfazies (Filamentkalke) zu beobachten. Die Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Anteil der Zufluesse auf die Matrixporositaet zurueckgefuehrt werden kann. Allerdings sind die an Spuelproben ermittelten Porositaeten der Bohrungen sehr aehnlich und die der hervorragenden Bohrungen unterscheiden sich kaum von denen der normalen Bohrungen. Der Anteil der Zufluesse ueber loesungserweiterte Kluefte ist damit entscheidend fuer die Produktivitaet von Geothermiebohrungen. EIn deutlicher Zusammenhang besteht zwischen Fazies, Reinheit der Karbonate, Dolomitanteil und Zufluessen. Somit sind die eher reinen Karbonate hydraulisch geeigneter, sei es nun, weil sie sich besser dolomitisieren lassen oder aber weil hier die hydrothermale Loesung im Bereich von Hohlraeumen und Klueften intensiver erfolgt.

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