Unsicherheiten geologischer Untergrundmodelle
- Key words
- Geothermie, Untergrundmodelle, Bohrungsdaten, seismische Datenbearbeitung, Migration, Bohrungsverlauf, Stoerungsflaechen, oeffentliche Datenverfuegbarkeit
- Conference
- Der Geothermiekongress
- Year
- 2010
- Language
- Deutsch
Full text
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Abstract
Trotz limitierter Datenbasis wird von geologischen Untergrundmodellen fuer geothermische Vorhaben eine sehr hohe Genauigkeit erwartet. Dabei entstehen Unsicherheiten in der Tiefenprognose und laterale Unschaerfen aus der Verwendung von seismischen Stapelgeschwindigkeiten und durch Migrationseffekte. Aber auch Bohrungsinformationen stellen keine "harten" Daten dar. Ohne Kenntnis des Bohrlochverlaufs und bei Annahme eines vertikalen Pfades kann die wahre Raumlage in 3000m Tiefe ueber 200m von der Lotrechten bei einem Tiefenfehler von ueber 10m abweichen. Durch Interpolationseffekte zwischen 2D Seismiklinien und Bohrungsaufschluessen koennen sich die Lageunsicherheiten weiter verstaerken. Erfahrungsgemaess betraegt bei Vorliegen von 2D Seismik und nur wenigen "guten" Bohrungsinformationen der moegliche Fehler in der Tiefenprognose im Bereich von +/-5%, was in 3000m Tiefe +/- 150m bedeutet. Bei 3D Seismik kann eine Halbierung des Fehlers erreicht werden. Fuer eine weitere Vermindung stehen die notwendigen wissenschaftlich-technischen Mittel zur Verfuegung. Als Haupthindernis werden eher die Restriktionen gesehen, die sich aus der nicht-oeffentlichen Datenvorhaltung ergeben.
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